Studie

OECD warnt vor Kürzung der Sozialausgaben

Einsparungen im Gesundheitswesen, bei der Bildung oder auf dem Arbeitsmarkt haben langfristige soziale Folgen.

– Das geht aus dem Bericht „Gesellschaft auf einen Blick“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der am Dienstag in Berlin und Paris vorgestellt wurde. Demnach können Einsparungen an den falschen Stellen Staaten zu einem späteren Zeitpunkt viel Geld kosten. Dem Bericht zufolge hat sich die Anzahl von Menschen, die in einem Haushalt ohne Arbeitseinkommen leben, in Griechenland, Irland und Spanien verdoppelt. Der Anteil an Menschen, die angaben, nicht immer genug Geld zu haben, um ausreichend Essen zu kaufen, stieg im OECD-Durchschnitt um zwei Prozentpunkte auf 13,2 Prozent. Der OECD-Generalsekretär Angel Gurría forderte die Staaten auf, wirksamere sozialpolitische Maßnahmen zu ergreifen.