Fahrverbot

Nur noch ohne Taxi nach Paris

Wegen Smog herrscht ein Fahrverbot in der französischen Hauptstadt

1984 war die Welt noch in Ordnung. „Mit einem Taxi nach Paris“, sang die Hamburger Pop-Gruppe Felix De Luxe um Sänger Michy Reincke damals. Und noch heute, 30 Jahre später, gilt der Song als Gassenhauer. Problematisch ist nur, dass die Sache mit dem Taxi – abgesehen vom Finanziellen – im März 2014 gar nicht mehr so einfach ist. Denn nach Paris kommt mit seinem Wagen ab sofort nur noch, wer auch das richtige Kennzeichen hat. Weil die französische Hauptstadt seit Tagen im Smog versinkt, haben die Behörden ein Fahrverbot erlassen. Es gilt vom heutigen Montag an und bedeutet konkret, dass nur noch Autos und Motorräder im Großraum Paris unterwegs sein dürfen, deren Kennzeichen – Achtung! – mit einer ungeraden Zahl endet. Feinstaubwerte hatten in der Region den fünften Tag in Folge die Grenzwerte überschritten. Die Nutzung von U-Bahnen und Bussen ist deshalb bereits seit einer Woche kostenlos.

Für Mensch und Umwelt mag das Fahrverbot nützlich sein. Doch die Berufspendler wird es nerven. Dabei ist es das erste Mal seit 1997, dass Paris das Autofahren beschränkt. Aufatmen lässt sich vielleicht schon wieder am Dienstag. Zwar bleibt bei weiter schlechter Luftqualität das Verbot in Kraft, allerdings dürfen in diesem Fall Fahrzeuge mit gerader Endzahl im Kennzeichen auf die Straße, wie die Regierung beschwichtigte. Es herrscht also ausgleichende Gerechtigkeit.

Ausgenommen von der Regelung sind übrigens Elektro- oder Hybridautos. Und Fahrzeuge mit mindestens drei Insassen. Nur, falls doch noch jemand die Taxi-Idee verfolgt.