Fuhrpark

Abgeordnete fahren jetzt VW und Audi

Radikaler Umbau der Berliner Flotte – Mercedes-Benz hat ausgedient

Die Abgeordneten des Bundestags werden künftig mit deutlich umweltfreundlicheren Limousinen als bislang durch die Hauptstadt chauffiert. Die Flotte des Bundestagsfahrdienstes soll komplett umgestellt werden: Statt der bisher genutzten E-Klassen von Mercedes-Benz stehen den Parlamentariern ab Mai Erdgasfahrzeuge des Modells VW Passat 1,4 TSI EcoFuel und Dieselfahrzeuge des Modells Audi A6 2,0 TDI Ultra zur Verfügung. Der Dienstleister des Bundestags, die Firma RocVin, bestätigte den radikalen Umbau der Flotte. Geschäftsführer Torsten Diehl sagte: „Die neuen Fahrzeuge werden im Durchschnitt 119 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Mittelfristig wollen wir den CO2-Ausstoß in der Flotte auf durchschnittlich 95 Gramm senken. Damit bleiben wir deutlich unter den Vorgaben des Bundestags.“

Nach einem Beschluss des Ältestenrats von 2009 dürfen die Limousinen des Fahrdienstes einen CO2-Ausstoß von 140 Gramm pro Kilometer nicht überschreiten. Gewünscht ist ein Durchschnittswert von 120 Gramm. Seit Monaten wird über die Zukunft des Fahrdienstes spekuliert. Ende 2013 war bekannt geworden, dass RocVin möglicherweise vor der Pleite steht.

Das Unternehmen muss 155.000 Fahrten mit rund 1,5 Millionen Kilometern im Jahr leisten, 100 Wagen der gehobenen Mittelklasse bereitstellen, die nicht älter als zwei Jahre sind. Die 631 Abgeordneten sollen die Fahrbereitschaft in Berlin rund um die Uhr nutzen können.