Justiz

Gericht bestätigt BER-Flugrouten

Stadt Ludwigsfelde scheitert mit Klage. Alternativvorschläge mit „wenig Substanz“

Die Flugrouten des neuen Hauptstadtflughafens BER sind vor Gericht bestätigt worden. Die Stadt Ludwigsfelde verlor am Dienstagabend vor dem Oberverwaltungsgericht mit ihrem Anliegen, alternative Anflugverfahren festlegen zu lassen. Zuvor waren die Kläger bereits mit ihren Anträgen gescheitert, für ihre acht Alternativvorschläge zu den bisher vorgesehenen Anflug- und Abflugverfahren jeweils eigene Fachgutachten erstellen zu lassen. Die Richter attestierten diesen Anträgen wenig Substanz oder mangelnde Relevanz für das Ludwigsfelde betreffende Verfahren.

Die Kläger konnten aus Sicht des Gerichtes nicht deutlich machen, dass die von ihnen angestrebten Änderungen tatsächlich für weniger Lärm im Stadtgebiet sorgen würden. Das Bundesamt für Flugsicherheit stellte sich in vielen Einzelpunkten zudem nicht gegen die Wünsche der Stadt. Ein Anflugverfahren, bei dem die Jets nicht hintereinander geführt werden, sondern mit Hilfe der eigenen Instrumente in Kurven um Siedlungen herum fliegen, sei in Zeiten mit weniger dichtem Verkehr möglich, sagten die Vertreter der Flugsicherheit vor Gericht. Es sei jedoch nicht ratsam, ein solches „segmentiertes Verfahren“ mit in die Verordnung über die Flugrouten aufzunehmen. Die jetzigen Routen seien für jedes Wetter und auch bei höchsten Flugaufkommen geeignet und böten die größtmögliche Sicherheit.