Flughafen BER

Wowereit: „Mehdorn hat unser Vertrauen“

Die Gesellschafter des Berliner Flughafens haben sich am Freitag in einem Krisengespräch im Roten Rathaus hinter den Geschäftsführer Hartmut Mehdorn gestellt.

„Herr Mehdorn hat unser Vertrauen“, sagte der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Wowereit (SPD) nach dem zweistündigen Treffen mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), dessen Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider und den Vertretern des Bundes im Aufsichtsrat. Mehdorn arbeite „mit Verve“ und „vollen Kräften“, um die Probleme beim Bau des BER zu lösen, sagte Wowereit, der Mehdorn auch die „volle Verantwortung“ für das Vorhaben zuwies.

Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba sagte vor dem Treffen, Mehdorn habe nach den Querelen etwas gutzumachen. Das Ministerium forderte einen verbindlichen Zeit- und Kostenplan. Der Flughafenchef geht inzwischen von deutlichen Kostensteigerungen für den BER aus. Man stehe heute bei 4,2Milliarden Euro, „wir werden da etwas über fünf kommen“, sagte Mehdorn am Freitag der Hörfunkwelle HR-Info.

Aufsichtsratschef Wowereit dämpfte die Erwartung, dass es bei der nächsten Sitzung des Kontrollgremiums im April einen neuen Termin für die Eröffnung geben werde. Die von Mehdorn genannte Jahreszahl 2016 sei „eine These“, sagte Wowereit. Es könne auch 2015 oder ein anderes Jahr sein, sagte Wowereit. Ein Termin werde erst mitgeteilt, wenn er mit Sicherheit feststehe.