Gesundheit

Timoschenko: Behandlung in der Charité

Ukrainische Oppositionsführerin kommt im März nach Berlin

Die in der Haft erkrankte ukrainische Politikerin Julia Timoschenko will sich im März wegen ihres Rückenleidens in der Berliner Charité behandeln lassen. Die Ex-Regierungschefin habe eine Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angenommen, teilte Timoschenkos Vaterlandspartei am Montag mit. Demnach will die 53-Jährige zunächst den Gipfel der Europäischen Volkspartei am 6. und 7. März in Dublin besuchen. „Danach fährt sie in die Charité für eine unverzügliche Behandlung.“ Timoschenko war bereits während ihrer Haft von Experten der Charité behandelt worden. Sie leidet an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls.

Unterdessen fahndet die Ukraine nach ihrem abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch. Gegen ihn und weitere Verantwortliche der jüngsten Gewalteskalation in Kiew sei Haftbefehl ergangen, teilte der amtierende Innenminister Arsen Awakow am Montag per Facebook mit. „Ein offizielles Verfahren wegen des Massenmordes an friedlichen Bürgern wurde eröffnet.“ Allein in der vergangenen Woche wurden bei Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz in Kiew, dem Maidan, 82 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Janukowitsch-Gegner, die gegen dessen pro-russische Politik protestiert hatten. Janukowitsch soll seit Freitag kreuz und quer in der Ukraine auf der Flucht sein. Neuer Übergangspräsident ist Alexander Turtschinow, ein Vertrauter Timoschenkos.