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Charité lässt weiter Ärzte-Nachwuchs in Brandenburg ausbilden

Fortschritt im Kampf gegen den Fachkräftemangel in Brandenburg.

Die Berliner Charité hat eine neue Kooperationsvereinbarung mit elf brandenburgischen akademischen Lehrkrankenhäusern abgeschlossen. Damit können angehende Ärzte weiterhin dort ihr praktisches Jahr absolvieren, derzeit sind es rund 100 Studierende. Im vergangenen Jahr hatte die Universitätsmedizin die Verträge überraschend gekündigt. Grund war die geänderte Rechtslage der Approbationsordnung. Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) hofft, mit der Kooperation Mediziner im Land halten zu können. Derzeit fehlen dort rund 170 Klinikärzte sowie 70 Haus- und Fachärzte. Brandenburg ist das einzige Flächenland, in dem keine Mediziner ausgebildet werden. Der Vorstandschef der Charité, Karl Max Einhäupl, warnte vor der Gründung einer eigenen Universitätsklinik. „Lassen Sie die Finger davon. Das kostet den Staat richtig viel Geld“, sagte er in Potsdam. Einhäupl zufolge müssten zwischen 70 und 80 Millionen Euro für das Projekt in die Hand genommen werden. Zudem müsse an diesen Häusern nicht nur gelehrt, sondern auch geforscht werden.