Bildung

Berliner Schulen: Für kaum ein Fach gibt es noch genügend Lehrer

Um den Bedarf an Lehrern in Berliner Schulen zu decken, hat der Senat einen umstrittenen Weg eingeschlagen.

In einer aktuellen Stellenausschreibung erklärt die Senatsbildungsverwaltung fast alle Unterrichtsfächer zu sogenannten Mangelfächern. Damit öffnet sie den Weg für Quereinsteiger. Lediglich für die Fächer Sozialkunde, Geschichte und Erdkunde gibt es noch genügend ausgebildete Bewerber. Florian Bublys, Sprecher der Lehrerinitiative „Bildet Berlin“, kritisierte diesen Schritt von Bildungssenatorin Sandra Scheeres(SPD) als einen Offenbarungseid, der verheerend für die Schulqualität sei. Die Vereinigung der Berliner Schulleiter bezeichnete das Vorgehen sogar als Bankrotterklärung. Die Berliner CDU fordert die Wiedereinführung der Verbeamtung, um im Wettbewerb mit anderen Bundesländern bestehen zu können. Zum kommenden Schuljahr werden so viele neue Lehrkräfte benötigt wie seit der Wende nicht. Die Bildungsverwaltung geht davon aus, dass mehr als 2000 Pädagogen eingestellt werden müssen.