Automobilclub

Chaostage beim ADAC

Die vom ADAC beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hat weitere Manipulationen beim Autopreis Gelber Engel des Vereins bestätigt.

Vor Bekanntwerden der Untersuchungsergebnisse hatte ADAC-Präsident Peter Meyer bereits sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Deloitte teilte mit, die Teilnehmerzahl bei der Leserwahl zum Lieblingsauto 2014 sei manipuliert worden. Zudem stimme die Reihenfolge der Fahrzeugmodelle nicht mit den Ergebnissen der Preisverleihung vom 16. Januar überein.

Der 64-jährige Meyer war mit seinem Rücktritt einer Amtsenthebung zuvorgekommen. Diese hatte das Vereinspräsidium angesichts der Manipulationsaffäre eingeleitet. Offensichtlich hatten sich Meyers sieben Präsidiumskollegen und die 18 Verwaltungsräte des Clubs zum Sturz des langjährigen Chefs verabredet. Die ADAC-Zentrale erklärte, Meyer übernehme mit seinem Rückzug „die politische Verantwortung für die Vorwürfe, die in den vergangenen Wochen gegen den Verein erhoben wurden“. Meyer hingegen sagte am Montag: „Für Fehler und Manipulationen von hauptamtlichen Führungskräften, denen gemäß ADAC-Satzung die Besorgung der laufenden Geschäfte obliegt, möchte ich nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden.“ Das Amt wird kommissarisch von Meyers bisherigem Vize August Markl übernommen.