Unterstützung

Westen bereitet Finanzspritze für Ukraine vor

Misshandelter Aktivist Bulatow zur Behandlung in Litauen. Er will „den Kampf“ fortsetzen

Der Westen will die Ukraine nun offenbar doch mit finanzieller Unterstützung locken. „Wir sprechen mit unseren Partnern darüber, wie wir der Ukraine wirtschaftlich helfen können“, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Montag in Brüssel.

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel kurz vor Weihnachten hatte die Forderung Kiews nach Finanzhilfe noch für Empörung gesorgt. „Die wirtschaftliche Lage in der Ukraine ist sehr schwierig“, sagte die Sprecherin Ashtons. Die EU diskutiere unter anderem mit den USA und Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über Wege, das finanziell angeschlagene Land zu unterstützen. Voraussetzung seien „sehr präzise Regeln und sehr präzise Schritte, die unternommen werden müssen“. Der schwer misshandelte ukrainische Aktivist Dmitro Bulatow kündigte unterdessen vom Krankenbett in Litauen aus an, er wolle seinen „Kampf fortsetzen“. „Ich bin körperlich zerstört worden, aber meine Moral ist nicht gebrochen“, erklärte Bulatow in Vilnius. „Ich werde weiter vorangehen für die Demokratie in der Ukraine.“ Ein Gericht in der Ukraine hatte Bulatow am Sonntag die Ausreise für eine medizinische Behandlung gestattet. Die Behörden werfen ihm die Organisation gewaltsamer Proteste vor. Er stand deshalb unter Hausarrest, wurde aber medizinisch betreut.