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Familienleistung: Bund zahlte 2013 weniger Betreuungsgeld als erwartet ++ Umfrage: Mehrheit der Deutschen will mit 63 in Rente gehen

Bund zahlte 2013 weniger Betreuungsgeld als erwartet

Die Nachfrage nach dem umstrittenen Betreuungsgeld ist bislang geringer als erwartet: 2013 habe der Bund dafür knapp 16,9 Millionen Euro ausgegeben, heißt es in einer Antwort des SPD-geführten Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Der Bund hatte insgesamt 55Millionen Euro für das Betreuungsgeld bereitgestellt. Im Haushaltsentwurf 2013 war der Bund sogar noch von 300 Millionen Euro für das Betreuungsgeld ausgegangen. Mit Blick auf die weitaus geringere Nachfrage erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Diana Golze, das Betreuungsgeld sei „ein familien- und bildungspolitischer Irrweg“.

Mehrheit der Deutschen will mit 63 in Rente gehen

Nur jeder dritte Arbeitnehmer will bis zum regulären Rentenalter von 67 Jahren im Beruf bleiben. Die Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) würde dagegen gern schon mit 63 Jahren in Rente gehen, ergab eine Umfrage von Infratest Dimap. Bei den 45- bis 59-Jährigen erreicht die Rente mit 63 sogar eine Zweidrittelmehrheit – selbst angesichts erwarteter Abschläge und bei körperlicher Fitness. 14 Prozent der Befragten können sich vorstellen, über die reguläre Altersgrenze hinaus zu arbeiten. Das Bundeskabinett hatte in der vergangenen Woche die Rentenpläne der großen Koalition auf den Weg gebracht. Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll schon mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen können.