Frühkritik

„The Nights“ an der Deutschen Oper

Schatten, die sich verführerisch räkeln – und explizite Sexmoves, Bollywood-Bauchtanz und klassisches Ballett

„The Nights“ des französischen Star-Choreographen Angelin Preljocaj ist von „1001 Nacht“ inspiriert und stellt die imaginierte Exotik und Erotik des Orients hemmungslos zur Schau. Vor allem die Tänzerinnen des Staatsballetts Berlin nutzt Preljocaj als Menschenmasse in einem morgenländisch gemeinten Mischmasch. Für das vorwiegend in russischer Klassik geschulte Staatsballett erscheint „The Nights“, das als Auftragswerk für die Europäische Kulturhauptstadt Marseille 2013 entstand, denkbar ungeeignet. Ein hoffentlich kurz währender schlechter Traum.