Frühkritik

„Katja Kabanowa“: Gefeierte Premiere am Schiller Theater

Bedrückender geht es kaum.

In Leoš Janáčeks Oper „Katja Kabanowa“ die am Schiller Theater ihre gefeierte Premiere erlebte, lässt Regisseurin Andrea Breth keinen Lichtstrahl der Hoffnung zu. Sie zeichnet das Psychogramm der einsamen Titelheldin, die die Erinnerungen vorbeiziehen lässt. Die Katja wird von Eva-Maria Westbroek voller explodierender Sinnlichkeit gesungen. Die niederländische Sopranistin hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz und die nötige Schwerblütigkeit. Als am Ende das Licht angeht, wird sie vom Premierenpublikum bejubelt. Ebenso wie Sir Simon Rattle, der als Philharmonikerchef einen Ausflug in die Opernwelt macht, und Janáčeks Musik pausenlose 95 Minuten lang auf Hochspannung dirigiert. Grandios. Die ausführliche Kritik lesen Sie morgen.