Konflikt

ADAC-Spitze nutzte Rettungshubschrauber für Dienstreisen

Nach der Affäre um gefälschte Zahlen beim Autopreis „Gelber Engel“ sieht sich der ADAC mit neuen Vorwürfen konfrontiert.

Präsident Peter Meyer hat laut „Stern“ Hubschrauber der ADAC-Luftrettung genutzt, um zu Veranstaltungen zu reisen. „Laut ADAC-Statuten darf das Präsidium in begründeten Ausnahmefällen Reservemaschinen der Luftrettung nutzen“, bestätigte ein ADAC-Sprecher. Dies sei nur für offizielle ADAC-Termine geschehen. „Es wurde in keinem Fall ein Hubschrauber zu privaten Zwecken genutzt.“

Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), rief im „Handelsblatt“ zu „höchster Transparenz“ auf. Auch wenn solche Flüge möglicherweise rechtlich nicht zu beanstanden seien, seien sie aus moralischer Sicht bedenklich. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sagte dem Sender n-tv: „Es kommen Dinge zutage, die zeigen, dass der ADAC in seiner Struktur sehr intransparent ist, dass diese Struktur merkwürdig ist und sie überhaupt nicht mehr in unsere Zeit passt.“