Schulessen

Grundschule streitet mit Bezirk über Caterer

Die John-F.-Kennedy-Schule in Zehlendorf will sich gegen eine Entscheidung des Bezirks über ihren künftigen Caterer wehren.

Behördenmitarbeiter hatten beim Testessen zur Auswahl eines Anbieters anders entschieden als die Schuljury, und ihr Votum soll gelten. Doch die Schule will ihren bisherigen Versorger behalten.

Die Senatsverwaltung für Bildung verweist auf komplizierte Vergaberichtlinien, wonach das Votum der Bezirksjury zähle, wenn die Schuljury einen Anbieter allein zu positiv bewerte. 48 Mal war das im neuen Verfahren der Fall – obwohl das Vorgehen nun demokratischer sein und Schulen mehr Mitspracherecht zubilligen sollte, wie der Leiter der John-F.-Kennedy-Schule, Reinhard Roth, kritisierte. Anlass für das neue Verfahren war ein Skandal um Schulessen, bei dem der Caterer aufgefallen war, der nun die John-F.-Kennedy-Schule versorgen soll. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ist dennoch zufrieden mit dem Ausschreibungsverfahren, an dem sich 351 Grundschulen beteiligt hätten. Es habe keine einzige Klage vor der Vergabekammer gegeben. Ab 1. Februar kochen die neuen Caterer für die Schulen. Dann müssen Eltern höhere Preise zahlen: monatlich 37 Euro statt bisher 23 Euro.