Brückentage

Kommt endlich zurück!

Gut gelegene Feiertage, und die Stadt ist leer wie nie. 2014 wird noch extremer

Es reicht jetzt aber. Weihnachten, Brückentage, und dann auch noch Silvester wieder mitten in der Woche, wieder Brückentage. Diese glückliche Feiertagssituation, die zu vielen freien Tagen zwischen den Jahren und auch jetzt noch zu Jahresbeginn führt, hat einen Nebeneffekt: eine leere Stadt. Ein ruhiges Berlin. Und das ist nicht für jeden etwas.

Einen kurzen Aufschwung konnte man Silvester spüren, als die Touristen zum Feiern anreisten. Doch jetzt ist Neujahr vorbei, die Touristen sind weg und viele der ausgeflogenen Berliner längst nicht wieder da. Dabei könnte es doch wieder losgehen mit dem normalen Trubel in der Stadt. Natürlich haben wir es genossen, diese Ruhe und Besinnlichkeit. Haben gut gegessen, sind spazieren gegangen, waren allein im Wald und an den Seen. Haben sofort einen Parkplatz gefunden, sogar in der Nacht zu Neujahr. Aber nun ist gut. Kommt heim von der Heimat, von Orten wie Holzminden, Oldenburg, Dresden, Hamburg und Stuttgart natürlich. Die Stadt braucht euch. Sonst fallen Vormittagskinoveranstaltungen in Multiplex-Kinos wegen zu geringer Nachfrage aus und fällt die Platzwahl beim Lieblingsitaliener einfach zu schwer. Und es macht auch keinen Spaß, niemanden sehen zu können und vor allem nicht gesehen zu werden.

Montag müssen die meisten wieder arbeiten. Also, noch drei Tage aushalten. Dann wäre auch das geschafft, und die Berliner können sich wieder auf dem Kudamm drängeln und sich über Stehplätze in Bussen und U-Bahnen ärgern.

Übrigens liegen 2014/2015 die Feiertage im Dezember und Januar wieder ähnlich günstig. Mit einer Investition von fünf Urlaubstagen, vorausgesetzt Heiligabend und Silvester zählen als Arbeitstage mit, lässt es sich zwölf Tage am Stück freimachen. Oder aber – falls man noch genug freie Tage übrig hat und eine Fernreise in Betracht zieht – lässt es sich mit sieben Urlaubstagen ganze 16 Tage der Arbeit fernbleiben. Wie sollen wir das nur aushalten?