Kriminalität

966 Steuersünder stellten sich in Berlin den Finanzämtern

Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen bei den Berliner Finanzämtern hat sich 2013 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht.

Waren es 2012 noch 303 Bürger, die sich beim Fiskus wegen eigener Verfehlungen meldeten, stieg deren Zahl 2013 auf 966. Auffällig ist ein starkes Anwachsen der Selbstanzeigen, nachdem die Steueraffäre des Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß öffentlich geworden war. Hoeneß hatte versucht, mit einer Selbstanzeige Straffreiheit zu erreichen. Berlin liegt mit seiner Entwicklung der Selbstanzeigen ziemlich genau im Bundestrend. Wie eine Umfrage der „Süddeutschen Zeitung“ in den Finanzbehörden der Länder ergab, haben sich die Zahlen in Deutschland insgesamt ebenfalls verdreifacht. Wie viel zusätzliche Steuereinnahmen Berlin von den bisher säumigen Steuerpflichtigen einnehmen wird, ist noch nicht genau zu sagen. Seit 2010 stellten sich 2136 Berliner und zahlten 136 Millionen Euro nach. In Brandenburg offenbarten sich 2013 (bis Ende September) insgesamt 76 Steuersünder.