Statistik

10.000 Schulstunden fallen pro Woche aus

Mehr als 50.000 Unterrichtsstunden pro Woche können an den öffentlichen Schulen nicht regulär erteilt werden.

Insgesamt mussten laut Senatsverwaltung für Bildung 10,7 Prozent des Unterrichts wegen Krankheit vertreten werden. Doch nicht immer ist das gelungen. In 20 Prozent der Fälle musste die Stunde ersatzlos ausfallen. Die Quote des Unterrichtsausfalls hat im vergangenen Schuljahr 2,1 Prozent betragen. Das heißt, mehr als 10.600 Unterrichtsstunden pro Woche gehen den Schülern verloren.

Eigentlich waren es im Schuljahr 2012/13 noch mehr, denn die 13 Streiktage der angestellten Lehrer wurden laut Bildungsverwaltung vorerst nicht dem Ausfall, sondern dem Vertretungsanfall zugerechnet. Nach Berechnungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sind allein an einem Streiktag etwa 10.000 Stunden ausgefallen. „Die Statistik ist schöngerechnet, es werden Stunden als vertreten gezählt, obwohl die Kinder lediglich beaufsichtigt oder sogar mit einer Aufgabe nach Hause geschickt wurden“, sagt auch Lieselotte Stockhausen-Doering, Vorsitzende des Landeselternausschusses. Auch Stunden, die wegen Fortbildungen der Lehrer oder wegen Prüfungen der Abschlussklassen ausfallen, würden in der Statistik nicht vorkommen. Außerdem wächst die Zahl der Schulen mit sehr starkem Unterrichtsausfall, wie aus dem Statistikbericht „Blickpunkt Schule“ der Senatsbildungsverwaltung hervorgeht. Neun Prozent der Schulen hatten demnach im Schuljahr 2011/12 das Problem, dass mindestens vier Prozent aller Unterrichtsstunden ersatzlos ausfielen.