Abstimmung

Opposition fordert Neuwahlen in der Jüdischen Gemeinde

Der Jüdischen Gemeinde zu Berlin stehen möglicherweise Neuwahlen ins Haus.

Eine Initiative gab am Montag mehr als 1900 Unterschriften dafür ab. 60 Tage sind für deren Prüfung vorgesehen. Die Opposition gegen den Vorsitzenden Gideon Joffe, der vor rund zwei Jahren ins Amt gewählt wurde, geht davon aus, dass eine Neuwahl nach der Prüfung dann innerhalb von 30 Tagen festgelegt wird. „Wenn wir genug Unterschriften haben, ist das laut Satzung zwingend“, sagte Micha Guttmann von der Initiative Neuwahl 2013. Dann müssten drei Monate vergehen, bis die etwa 9000 Wahlberechtigten in Deutschlands größter Jüdischer Gemeinde mit insgesamt 10.200 Mitgliedern einen neuen Vorstand wählen. Mehr als 1900 Stimmen für die Abwahl seien ein „erhebliches Misstrauensvotum“ gegen Joffe, der mit 1200 Stimmen ins Amt gewählt wurde. Laut Guttmann wäre es das erste Mal in der Geschichte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, dass es zur Abwahl eines Vorstandes käme.