Beschluß

Neues Schulgesetz: Geschwisterkinder werden bevorzugt

Nach heftigem Streit in den vergangenen Wochen hat der Berliner Senat ein neues Schulgesetz beschlossen.

Die umstrittene Kürzung der Zuschüsse bei Neugründungen von Privatschulen wurde weitgehend zurückgenommen. Außerdem ist geplant, dass Eltern, die ihre Kinder im Mai kommenden Jahres nicht zu den verbindlichen vorschulischen Sprachtests schicken, mit einem Bußgeld von bis zu 2500 Euro rechnen müssen. Ein Bußgeld droht auch, wenn Kinder mit Defiziten im letzten Jahr vor der Schule nicht an der Sprachförderung in der Kindertagesstätte teilnehmen. Außerdem gibt es für die Aufnahme von Siebtklässlern an begehrten Sekundarschulen und Gymnasien neue Regelungen. So sollen nach dem Willen des Senats etwa Geschwisterkinder bevorzugt aufgenommen werden. Verpflichtend wird darüber hinaus ein Beratungsgespräch am Gymnasium, wenn das Kind nur einen Notendurchschnitt von 3,0 oder schlechter hat. Auch Auslandsaufenthalte für Oberschüler sollen erleichtert werden.