Verhandlungsmasse

Der Doppel-Pass wird zum Knackpunkt der Koalition

Die doppelte Staatsbürgerschaft für alle Ausländer wird zum zentralen Konfliktthema der Koalitionsverhandlungen.

Politiker der Union weisen die Forderung von SPD-Chef Sigmar Gabriel, der neben dem Mindestlohn von 8,50 Euro den Doppel-Pass beim Parteitag in Leipzig zur Voraussetzung für einen Koalitionsvertrag erklärt hatte, zurück. „Wir werden den Grundsatz der Einstaatlichkeit nicht aufgeben“, sagte der CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl der Berliner Morgenpost. Dies sei die Überzeugung der Union und werde von der Mehrheit ihrer Mitglieder geteilt. Auch Uhls CDU-Kollege Wolfgang Bosbach hält einen Kompromiss für schwer vorstellbar. Die SPD könne nicht nur auf ihre Basis verweisen. „Auch die Union muss auf ihre Basis Rücksicht nehmen. Die Union darf Koalition nicht mit Kapitulation verwechseln.“