Untersuchung

Studie: Arme Kinder in Deutschland fühlen sich unwohl

Kinder aus armen Verhältnissen und Kinder mit Migrationshintergrund fühlen sich in Deutschland immer mehr abgehängt.

In der neuen World-Vision-Kinderstudie gaben rund 20 Prozent der Kinder von Migranten an, sich benachteiligt zu fühlen, weil ihre Eltern nicht aus Deutschland stammen. Zwölf Prozent der Befragten fühlen sich schlechter behandelt, weil sie arm sind. „Es gibt bereits bei den Sechs- bis Elfjährigen einen engen Zusammenhang zwischen eigenem Wohlbefinden und sozialer Lage“, sagte die Frankfurter Kindheitsforscherin Sabine Andresen bei der Vorstellung der Studie. Auch in den Schulen fühlen sich die sozial benachteiligten Kinder zurückgesetzt.

Immerhin fühlen sich mehr als 90 Prozent der Kinder wohl in ihrem Leben. Für die dritte World-Vision-Kinderstudie nach 2007 und 2010 hat Andresen gemeinsam mit dem Berliner Sozialforscher Klaus Hurrelmann und TNS Infratest bundesweit 2500 Kinder zwischen sechs und elf Jahren zu ihrer Lebenssituation befragt.