Naturkatastrophe

Vor allem die Kinder leiden

UN: Hilfe für die Taifun-Opfer auf den Philippinen wird zu einem „logistischen Albtraum“

Rund 11,3 Millionen Menschen auf den Philippinen sind nach UN-Angaben von dem Taifun „Haiyan“ betroffen. Die Menschen hätten infolge der Naturkatastrophe Hab und Gut oder ihre Arbeit verloren, seien verletzt worden, gälten als vermisst, seien gestorben oder hätten Familienangehörige verloren. Rund 40 Prozent der Taifun-Opfer seien Kinder. Zur Linderung der schlimmsten Not auf den Philippinen riefen die UN zu Spenden auf. Benötigt werden rund 300 Millionen Dollar. Die UN erklärten weiter, die Organisation der humanitären Hilfe sei ein „logistischer Albtraum“. Die Weltgesundheitsorganisation und das Rote Kreuz warnten vor dem Ausbruch von Seuchen.

Der philippinische Präsident Benigno Aquino geht inzwischen von 2000 bis 2500 Toten und nicht mehr von 10.000 Opfern aus. Das sagte das Staatsoberhaupt am Dienstag dem US-Fernsehsender CNN. Die Behörden bestätigten bislang 1774 Tote wegen des Taifuns, der am Freitag über das Land hereingebrochen war. Philippinische Truppen haben nach eigenen Angaben einen Rebellenangriff auf einen Hilfskonvoi verhindert. Bei dem Zusammenstoß in der Stadt Matnong wurden zwei kommunistische Rebellen getötet, sagte ein Armeesprecher. Die Rebellen hätten beabsichtigt, einen Versorgungskonvoi der Regierung zu überfallen, der Hilfsgüter in die Provinzen Samar und Leyte bringt.