Bildung

Berliner Lehrer wollen erneut streiken

Gewerkschaft will den Arbeitskampf noch vor Weihnachten verschärfen

Berlins Schüler und Eltern müssen sich auf die Warnstreiks Nummer 16 und folgende einstellen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wird am Mittwoch beschließen, an welchen Tagen der Arbeitskampf an Berlins Schulen fortgesetzt wird.

Eine Eskalation des Konfliktes droht: Eine tarifpolitische Konferenz der GEW kam einstimmig zu dem Schluss, den Mitgliedern zu empfehlen, noch vor den Weihnachtsferien den Arbeitskampf zu verstärken. Das kann bedeuten, dass auch Prüfungen oder Vergleichsarbeiten bestreikt werden. Dabei sind die Fronten nach wie vor verhärtet. Die angestellten Lehrer fordern, ihr Gehalt per Tarifvertrag dem Einkommen der verbeamteten Kollegen anzugleichen. Bisher zahlt Berlin den Angestellten auf freiwilliger Basis einen Zuschlag. Der Berliner Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) will nicht verhandeln. Er verweist auf die Zuständigkeit der Tarifgemeinschaft der Länder, der Berlin nach langer Zeit wieder beigetreten ist. Das bedeutet: Über die Angestellten im öffentlichem Dienst in Berlin wird damit wieder mit den anderen Bundesländern zusammen verhandelt. Nur für die Lehrer gibt es eine Regelungslücke, die die Tarifgemeinschaft seit sieben Jahren zu schließen versucht. Darum fordern die Berliner Lehrer nun einen Alleingang des Landes. „Die starre Haltung des Finanzsenators erhöht noch die Streikbereitschaft der Lehrer“, sagt Florian Bublys von der Initiative „Bildet Berlin“.