Datenschutz

Berliner Polizei weitet Ortung von Handys massiv aus

Die Berliner Piraten haben die Zunahme von Handyortungen durch die Polizei als alarmierend kritisiert.

Im Rahmen der Strafverfolgung versendet die Polizei sogenannte stille SMS an Mobiltelefone, um den Standort des Benutzers zu erforschen und Bewegungsprofile zu erstellen. Die versandte SMS wird nicht auf dem Mobiltelefon angezeigt und löst kein akustisches Signal aus. Beim Mobilfunkanbieter entstehen jedoch Verbindungsdaten, die ausgewertet werden können.

Die Berliner Polizei habe 2013 allein im ersten Halbjahr 122.098 „stille SMS“ verschickt, antwortete Innensenator Frank Henkel (CDU) auf eine Parlamentarische Anfrage. Im gesamten Jahr 2012 seien es 145.666 gewesen. So hoch waren diese Abfragen zuvor nur in den Jahren 2006 (145.927) und 2007 (155.500).