Abstimmung

Wirtschaftsbündnis wirbt für Nein beim Strom-Volksentscheid

Ein Bündnis aus 16 Organisationen der Berliner Wirtschaft und der Gewerkschaft IGBCE hat vor dem Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung gewarnt und für ein Nein am 3. November geworben.

„Das wirtschaftliche Risiko ist zu hoch, als dass Berlin das wagen könnte“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Christian Amsinck. Sein Kollege von der Industrie- und Handelskammer, Jan Eder, sagte, es sei zweifelhaft, ob Berlin mit einem Netzbetrieb überhaupt Geld verdienen könne. Die Diskussion sei geprägt von falschen Hoffnungen und Fehleinschätzungen über Chancen und Risiken, kritisierte das Bündnis. Auch ein eigenes Berliner Stadtwerk, welches die Initiatoren des Entscheids neben der Übernahme des Stromnetzes erreichen wollen, bedeute nicht, dass der Strom günstiger werde.