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Schadenersatz: Kommunen müssen bei fehlenden Kita-Plätzen zahlen ++ Norwegen: Attentäter Breivik darf Politikstudium aufnehmen ++ Ankündigung: Nachrichtendienst Twitter will an die Böre gehen

Kommunen müssen bei fehlenden Kita-Plätzen zahlen

Kommunen sind unter bestimmten Umständen schadenersatzpflichtig, wenn sie Kindern trotz Rechtsanspruch keinen Kindergartenplatz bereitstellen können. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied mit einem Grundsatzurteil einen langwierigen Streit zwischen einer Mainzerin und der Stadtverwaltung zugunsten der Mutter. Die Stadt muss der Klägerin nun rund 2100 Euro zahlen, die sie für die Betreuung ihrer Tochter in einer privaten Kindertagesstätte ausgegeben hatte. Weil die Stadt nicht genügend Kapazitäten vorhielt, musste sie ihr Kind für vier Monate dorthin geben, was monatliche Kosten von rund 500 Euro verursachte.

Attentäter Breivik darf Politikstudium aufnehmen

Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik darf nun doch ein Fernstudium der Politikwissenschaft an der Universität Oslo aufnehmen. Der Rechtsextremist, der derzeit eine Haftstrafe von 21 Jahren verbüßt, dürfe einzelne Fächer belegen, teilten der Gefängnisdirektor und die Hochschule mit. „Das norwegische Recht gewährt allen Häftlingen das Recht, zu arbeiten und zu lernen“, sagte Gefängnisleiter Gustav Knutsen. Breivik darf sich allerdings nur in seiner Zelle und ohne Zugriff auf das Internet dem Studium widmen.

Nachrichtendienst Twitter will an die Börse gehen

Nach Facebook wagt sich auch Twitter an die Börse. Der Kurznachrichtendienst habe vertraulich ein Börsenprospekt bei der Aufsichtsbehörde SEC eingereicht, postete das Unternehmen am Donnerstag auf seinem eigenen Dienst. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Schon seit langem wurde mit einem Börsengang von Twitter gerechnet. Der katastrophal veraufene Börsenstart von Facebook vor einem Jahr dürfte jedoch abschreckend gewirkt haben. Der Wert von Twitter wurde zuletzt auf 10 bis 15 Milliarden Dollar geschätzt.