Tarifkonflikt

Berlins angestellte Lehrer wollen schon wieder streiken

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die angestellten Lehrer am Montagabend erneut zu ganztägigen Streiks aufgerufen.

Am 24. September sowie am 21. Oktober sollen die Pädagogen ihre Arbeit niederlegen. Als Grund für den neuerlichen Streik nennt GEW-Chefin Doreen Siebernick die Tatsache, dass bislang keine Bewegung in die Tarifauseinandersetzungen gekommen sei. Die Lehrer fordern ein tariflich geregeltes Einkommen, das mit dem der verbeamteten Kollegen vergleichbar sein soll. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) hat bisher Verhandlungen auf Landesebene abgelehnt. Unterdessen vertagte der Berliner Senat am Dienstag eine Entscheidung über das neue Schulgesetz auf unbestimmte Zeit. Die Senatoren der beiden Koalitionsparteien SPD und CDU konnten sich nicht einigen, wie Berlin künftig die Gründung von Privatschulen finanziell fördern soll. Es gebe noch Beratungsbedarf, hieß es.