Gesundheit

Prenzlau testet Schüler auf Tuberkulose

Nach Erkrankung eines 14-jährigen Mädchens sechs weitere Infektionsfälle entdeckt

Nach der Erkrankung einer Schülerin an offener Lungentuberkulose (TBC) in Prenzlau (Uckermark) will der Landkreis weitere Blutproben von 400 Mitschülern untersuchen. Die Blutentnahmen sollen am Montag im Gymnasium der Stadt starten, wie die Kreisverwaltung am Freitag mitteilte. Die Befunde sollen eine Woche später vorliegen.

Die hoch ansteckende Erkrankung der 14-Jährigen war den Behörden Mitte Juni gemeldet worden. Bei ersten Tests unter 200 engen Kontaktpersonen des Kindes sind den Angaben zufolge sechs weitere, aber nicht ansteckende Infektionen in unterschiedlichen Stadien entdeckt worden. Betroffen sind sechs Schüler, die behandelt werden. Untersucht wurden auch Familienangehörige, Freunde, Sportkameraden und die Lehrer. Der 14-Jährigen gehe es nach der Behandlung in einer Spezialklinik wieder gut, sagte die Amtsärztin des Kreises. Sie müsse aber weiter Medikamente nehmen.

Laut Gesundheitsministerium ist die Zahl der TBC-Neuinfektionen im Land schwankend – den Höchststand der letzten Jahre gab es 2010 mit 101 Fällen. In diesem Jahr wurden 65 Infektionen gemeldet. In Berlin gab es 310 Fälle im Jahr 2012, eine Steigerung von 25 Prozent seit 2009. Tuberkulose wird beim Husten, Niesen oder lauten Sprechen übertragen. Anzeichen können länger anhaltender Husten mit Auswurf und ungewollte Gewichtsabnahme sein.