Kriegsverbrechen

Vereinte Nationen fordern Untersuchung von Giftgasvorwürfen

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien dringt die internationale Gemeinschaft auf umgehende Aufklärung.

Die Regierung in Damaskus müsse den Vereinten Nationen die Erlaubnis geben, die Vorwürfe zu prüfen, forderte die Präsidentin des Weltsicherheitsrates, Maria Cristina Perceval, nach einer Dringlichkeitssitzung in New York. Bei einem Militäreinsatz nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus sollen am Mittwoch bis zu 1300 Menschen getötet worden sein. Regierungsgegner werfen dem Regime vor, Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Die Regierung wies dies zurück. Der französische Außenminister Laurent Fabius drohte unterdessen mit einer „Reaktion der Stärke“ im syrischen Bürgerkrieg. Sollten sich die Vorwürfe eines Angriffs mit Chemiewaffen bestätigen, sei eine Reaktion der internationalen Gemeinschaft notwendig, sagte Fabius am Donnerstag. Die Entsendung von Bodentruppen schloss er aber aus. Zugleich lehnte es Fabius ab, die Art der geforderten Reaktion näher zu benennen.