Finanzierung

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg droht der Kollaps

Dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) drohen drastische Einsparungen.

Der Haushaltsplanentwurf des Landes Berlin sieht vor, die Zuschüsse an den Verbund – rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr – bis 2015 um mehr als 30 Prozent zu senken. Für die Folgejahre sieht Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) sogar noch weit größere Einsparungen vor. Von einer Kürzung um mehr als 60 Prozent ist nach Informationen der Berliner Morgenpost für 2017 die Rede. „Sollte es dazu kommen, wäre der Verbund tot“, sagte VBB-Chef Hans-Werner Franz am Donnerstag. Die inhaltliche Arbeit, die der VBB seit Jahren leiste, sei dann „nicht mehr zu machen“. Nußbaum, der die drastischen Einsparungen im Senat durchgesetzt hat, ist zugleich Aufsichtsratschef der landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Er wollte sich am Donnerstag nicht äußern. Den VBB träfe die Kürzung gleich doppelt, denn laut Vertrag müssten dann auch Brandenburg und die brandenburgischen Landkreise ihre Zahlungen reduzieren.