Energie

Vattenfall zweifelt am Sinn eines Berliner Stadtwerks

Zehn Wochen vor der Volksabstimmung über die künftige Stromversorgung in Berlin hat der Netzbetreiber Vattenfall Zweifel am Nutzen von Berliner Stadtwerken angemeldet.

Der Geschäftsführer des schwedischen Energiekonzerns in Deutschland, Tuomo Hatakka, sagte am Mittwoch bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), es müsse die Frage gestellt werden, was der Mehrwert landeseigener Stadtwerke wäre. Es gebe bereits heute rund 300 Stromanbieter in Berlin. Stadtwerke wären lediglich ein Wettbewerber mehr, stellte der Vattenfall-Manager fest. Die Berliner können am 3. November in einem Volksentscheid über den Rückkauf des Stromnetzes durch das Land und die Gründung von Stadtwerken abstimmen.