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Insolvenzplan bei Suhrkamp birgt einige Tücken

Der Kampf um die Macht bei Suhrkamp könnte sich zugunsten von Mehrheitseignerin und Chefin Ulla Berkéwicz-Unseld entscheiden, wenn der Insolvenzplan für den Berliner Verlag umgesetzt wird.

Dass Suhrkamp von einer KG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden soll, war bereits bekannt. Die Einzelheiten haben es aber in sich. Dem Papier zufolge, das der Berliner Morgenpost vorliegt, soll Minderheitseigner Hans Barlach, der mit Berkéwicz zerstritten ist, im Zuge der Umwandlung ein Übernahmeangebot für seine Anteile von 975.000 Euro gemacht werden. Lehnt Barlach ab, was angesichts der mindestens zwölf Millionen Euro, die ihn sein Engagement bisher gekostet hat, wahrscheinlich ist, verliert er weiter an Einfluss. Zudem ist eine Kapitalerhöhung geplant, die Barlachs Anteil verwässern würde.