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Justiz: Kindergeld auch für verheiratete Kinder ++ Bundestagswahl: Deutsch-Türken wenden sich von Rot-Grün ab ++ Finanzen: Bund muss immer mehr in die Rentenkasse einzahlen ++ Wikileaks-Informant: Bradley Manning entschuldigt sich erstmals

Kindergeld auch für verheiratete Kinder

Eltern haben auch dann noch Anspruch auf Kindergeld, wenn ihr Kind bereits verheiratet ist. Es müsse nur unter 25Jahre alt sein und sich in seiner ersten Ausbildung befinden, urteilte das Finanzgericht Köln. In dem Fall hatte die Familienkasse einer Mutter das Kindergeld für ihre 21 Jahre alte Tochter verweigert. Begründung: Die Tochter verfüge dank ihrer Ausbildungsvergütung und dem Unterhaltsbeitrag ihres Ehemanns über ausreichende Einkünfte. Die Eltern brauchten folglich auch keine staatliche Unterstützung mehr. Dagegen klagte die Mutter und bekam recht.

Deutsch-Türken wenden sich von Rot-Grün ab

Jeder fünfte Deutsche mit türkischen Wurzeln will sich einer Umfrage zufolge bei der Bundestagswahl im September für die CDU entscheiden. Vor allem die traditionell von Migranten präferierte SPD sowie die Grünen verlieren dagegen die Gunst der Deutschtürken, wie aus einer Erhebung des Sozialforschungsinstituts futureorg hervorgeht. Demnach würde Rot-Grün zwar noch auf eine Mehrheit von 64,5 Prozent der Wählerstimmen kommen, 2009 hatten sich aber noch insgesamt 81,3 Prozent für Grüne und SPD entschieden.

Bund muss immer mehr in die Rentenkasse einzahlen

Die Ausgaben des Bundes für die Renten erhöhen sich einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge in den kommenden Jahren dramatisch. Die Bundeszuschüsse in die Rentenversicherung würden um mehr als zehn Prozent von 81,2Milliarden Euro in diesem Jahr auf 90,1Milliarden Euro im Jahr 2017 steigen, berichtete das Blatt unter Berufung auf den Finanzplan des Bundes. Dort heißt es: „Die Leistungen an die gesetzliche Rentenversicherung sind seit Jahren die größte Ausgabenposition im Bundeshaushalt.“

Bradley Manning entschuldigt sich erstmals

Der Wikileaks-Informant Bradley Manning hat sich für die Weitergabe Hunderttausender Geheimdokumente an die Enthüllungsplattform entschuldigt. Er bedaure, dass seine Taten Menschen verletzt und den USA geschadet hätten, sagte der Soldat vor dem Militärgericht in Fort Meade. In der Anhörung zur Festsetzung des Strafmaßes attestierten Experten dem 25-Jährigen Persönlichkeitsstörungen und extremen Stress zum Tatzeitpunkt. Es war das erste Mal, dass Manning bekannte, dass sein Verhalten dem Staat geschadet habe.