Kriminalität

Aufklärung nach Missbrauchsfall an Nelson-Mandela-Schule

Am Donnerstag sah der Unterricht für die Schüler der renommierten Nelson-Mandela-Schule in Wilmersdorf anders aus als sonst.

Sie wurden in verschiedenen Klassenstufen zu Versammlungen gerufen und darüber informiert, dass ein 13-jähriger Schüler der bilingualen Sekundarschule offenbar von einem Lehrer sexuell missbraucht wurde. Der Lehrer, der im Grundschulsektor der Schule gearbeitet hat, kannte den Schüler über private Kontakte. Er wurde inzwischen von allen dienstlichen Pflichten entbunden. Der Lehrer hatte vor einer Woche Selbstanzeige erstattet. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs. Bereits am Mittwoch hatte Schulleiter Christian Nitschke die Eltern über den Vorfall informiert. „Wir haben eine Informationspflicht“, sagte Nitschke der Berliner Morgenpost. „Wir müssen uns auch um die Schüler kümmern, die nicht direkt betroffen sind, weil sie jetzt mit der Situation umgehen müssen.“ Zudem wurden Schulpsychologen eingeschaltet.