Stadtplanung

Schließungspläne: Heftige Kritik am Berliner Bäderchef

Die Pläne des Chefs der Berliner Bäderbetriebe, Ole Bested Hensing, 14 Bäder zu schließen und dafür fünf Standorte als Spaß- und Kombibäder auszubauen, haben in der Berliner Politik Irritation und Ablehnung ausgelöst.

„Mit Erstaunen habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich der Vorstandsvorsitzende der Bäderbetriebe in den Medien über künftige Strategien und Konzepte zum Betrieb der Bäder äußert, für die es keine Zustimmung des Aufsichtsrates gibt“, sagte Sportsenator und Aufsichtsratschef Frank Henkel (CDU). Der Aufsichtsrat werde sich am 6. September mit den Ideen zur Zukunft der Bäderlandschaft befassen. „Diesem Urteil möchte ich nicht vorgreifen“, sagte Henkel. SPD-Fraktionschef Raed Saleh sagte, seine Fraktion erteile „der umfassenden Schließung von Kiezbädern eine Absage“. Diese würden für den Schul- und Vereinssport genauso gebraucht wie für die Senioren oder Familien, die gerne das Schwimmbad um die Ecke nutzen wollen. Die Bäder seien einer rein wirtschaftsmathematischen Betrachtung entzogen, sagte Saleh.