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Betreuungsgeld: Steinbrück macht Stimmung gegen die Einführung ++ Arbeitsmarkt: Zollitsch kritisiert Umgang mit Arbeitern aus Osteuropa ++ Italien: Berlusconi: Lieber Gefängnis als Sozialstunden ++ Nahost: Israelis und Palästinenser: Treffen in Washington

Steinbrück macht Stimmung gegen die Einführung

Kurz vor der Einführung des Betreuungsgeldes für daheim erziehende Eltern trommelt die SPD gegen die Leistung. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte am Sonntag in Berlin, das Betreuungsgeld werfe Frauen zurück und halte sie von der Erwerbstätigkeit fern. Im Fall eines Wahlsiegs werde die SPD die Leistung abschaffen und das Geld für 200.000 zusätzlich Kita-Plätze einsetzen. Ziel sei auch, mehr Menschen für den Erzieherberuf zu gewinnen. Außerdem wolle die SPD langfristig alle Kita-Plätze gebührenfrei machen.

Zollitsch kritisiert Umgang mit Arbeitern aus Osteuropa

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat den Umgang der deutschen Wirtschaft mit Arbeitern aus Osteuropa kritisiert. „Im Souterrain des deutschen Arbeitsmarktes haben sich unhaltbare Zustände ausgebreitet“, sagte Zollitsch dem „Focus“. Das System der Werkverträge, über das viele Wanderarbeiter für Billiglöhne angeheuert würden, sei „vielfach pervertiert worden“. Das widerspreche der katholischen Soziallehre.

Berlusconi: Lieber Gefängnis als Sozialstunden

Angesichts der bevorstehenden letztinstanzlichen Gerichtsentscheidung in der sogenannten Mediaset-Affäre hat Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi angekündigt, im Falle einer Verurteilung lieber ins Gefängnis zu gehen als Sozialstunden abzuleisten. „Ich werde nicht ins Exil gehen. Genauso wenig werde ich es akzeptieren, von den sozialen Diensten eingesetzt zu werden wie ein Verbrecher, der umerzogen werden muss“, sagte Berlusconi in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Libero“.

Israelis und Palästinenser: Treffen in Washington

Nach fünf Jahren Stillstand kommt wieder Bewegung in den Nahost-Friedensprozess. Israelische und palästinensische Unterhändler treffen sich am heutigen Montag in Washington zur Vorbereitung formeller Friedensgespräche. Dies hat am Sonntag das US-Außenministerium bekanntgegeben. Wenige Stunden zuvor hatte die israelische Regierung als ein Zeichen guten Willens beschlossen, 104 langjährig inhaftierte Palästinenser zu begnadigen und freizulassen. Ministeriumssprecherin Jen Psaki sagte, die Vorverhandlungen sollten Montagabend beginnen.