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Standortstreit: Bonn fordert von Merkel mehr Ministeriumsplätze ++ Umfrage: Nur jeder Dritte vertraut System der Organspende ++ EU-Boykott: Israel erschwert Hilfe für Palästinenser

Bonn fordert von Merkel mehr Ministeriumsplätze

Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch will die weitere Verlagerung von Ministeriumsstellen nach Berlin nicht hinnehmen. In einem gemeinsamen Brief forderten Nimptsch und der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Frithjof Kühn, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag auf, die gesetzlich festgeschriebene „faire Arbeitsteilung“ zwischen beiden Standorten einzuhalten. „Wir bitten Sie sicherzustellen, dass keine weiteren ministeriellen Arbeitsplätze nach Berlin verlagert, sondern stattdessen alle neuen ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn angesiedelt werden“, heißt es in dem Schreiben.

Nur jeder Dritte vertraut System der Organspende

Nur jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) hat Vertrauen in das System der Organspende. Zwei Drittel (65 Prozent) sind sich nach den Transplantationsskandalen in Göttingen, Regensburg, Leipzig und München nicht mehr sicher, ob bei den Organspenden alles mit rechten Dingen zugeht, wie die „Leipziger Volkszeitung“ nach einer von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage meldet. Nur jeder vierte Erwachsene hat demnach einen Spenderausweis, darunter vor allem 18- bis 49-Jährige und deutlich mehr Frauen (28 Prozent) als Männer (22 Prozent). Für jeden Vierten kommt eine Organspende nicht infrage.

Israel erschwert Hilfe für Palästinenser

Israel hat als Reaktion auf einen EU-Boykott israelischer Siedlungen die Hilfe der Europäer für Palästinenser erschwert. „Verteidigungsminister Mosche Jaalon hat die Armee angewiesen, nicht mehr mit Vertretern der Europäischen Union im Westjordanland zu kooperieren“, sagte ein ranghoher Regierungsvertreter. Die EU ist besorgt und bemüht sich um eine Klarstellung. Vergangene Woche hatte die EU angekündigt, dass ab 2014 in jeder Vereinbarung mit Israel ein Ausschluss der Förderung illegaler israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland und Ostjerusalem festgeschrieben sein muss.