Sicherheit

Nach Gewaltserie: Mehr Polizeikontrollen im Görlitzer Park

Angesichts der jüngsten Vorfälle im Görlitzer Park und der anhaltenden Proteste von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Parkbesuchern verstärkt die Berliner Polizei ihre Einsätze.

Allein im Juni habe die Behörde 18 Einsätze zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in der Grünanlage durchgeführt, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Donnerstag. Im noch laufenden Monat Juli liegt die Zahl der Razzien und Kontrollen offenbar ähnlich hoch, eine genaue Auflistung gibt es allerdings noch nicht. Neben regelmäßigen Einsätzen uniformierter Kräfte gebe es auch verdeckte Ermittlungen durch Zivilbeamte, sagte Polizeisprecher Neuendorf weiter. Darüber hinaus stehe der örtliche Polizeiabschnitt 53 im ständigen Dialog mit Betroffenen sowie mit den Initiatoren des Vereins „Unser Görli“. Der Verein arbeitet derzeit an einem Konzept zur Entspannung der Situation. In der Nacht zu Donnerstag setzte sich unterdessen die Serie der Gewalttaten im Bereich des Parks fort. An der Görlitzer Straße schlug und stach ein 33-Jähriger auf mehrere Passanten ein. Acht Personen, darunter zwei Polizisten, wurden dabei verletzt. Einen großen Teil der Gewalt im Umfeld des Parks wertet die Polizei als Beschaffungskriminalität, wie es sie im Umfeld aller bekannten Drogenumschlagplätze gibt. Anwohner und Besucher des Görlitzer Parks hatten in den vergangenen Wochen massive Kritik an den Zuständen geübt.