Architektur

Historischer Marstall nach Bauarbeiten schwer beschädigt

Der Neue Marstall am Schloßplatz in Mitte weist schwere Schäden auf.

Risse ziehen sich durch Fugen und Mauerwerk, an den Fenstern mussten bereits in mehreren Stockwerken Stahlstützen angebracht werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung klagt wegen dieser Schäden gegen eine Baufirma, im Herbst soll der erste Gerichtstermin sein. Die Firma war mit dem Bau der benachbarten Rathausbrücke beauftragt, die im September 2012 für den Verkehr freigegeben wurde. Die Senatsverwaltung argumentiert, dass die Risse aufgetreten seien, als die Spundwand für den Brückenbau errichtet wurde. Dies hätten Gutachter festgestellt. Vermutlich habe die Baufirma kein geeignetes Verfahren für die Arbeiten angewendet. Der Neue Marstall wurde zwischen 1897 und 1901 an der Spree errichtet und wird heute von der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ genutzt. Die Hochschule rechnet bei den Kosten für die Fassadensanierung mit Kosten „mindestens im sechsstelligen Bereich“.