Nach Freispruch

Amerikaner fordern neuen Prozess gegen Todesschützen

Eine hochemotionale Rede von US-Präsident Barack Obama und Proteste Tausender US-Bürger: Der Fall des erschossenen Teenagers Trayvon Martin wühlt weiter die Gefühle vieler Amerikaner auf.

Auf den Demonstrationen in mehr als 100 US-Städten setzten sich am Sonnabend (Ortszeit) zahlreiche Menschen für einen neuen Prozess gegen den Todesschützen George Zimmerman ein, der vor gut einer Woche freigesprochen wurde. Die Mutter des getöteten Trayvon Martin, Sybrina Fulton, forderte Lehren aus dem Vorfall: „Heute war es mein Sohn, morgen könnte es eurer sein.“ Florida beging am Sonntag einen „Tag des Gebetes für die Einheit“ aller Bevölkerungsgruppen. Aufrufe zu einer Abschaffung des weitreichenden Rechts auf Selbstverteidigung in dem Bundesstaat hatte Gouverneur Rick Scott zuvor abgelehnt. Der 17-jährige Trayvon Martin war vor 15 Monaten in Sanford (Florida) von Zimmerman erschossen worden, als er sich auf dem Rückweg von einem Einkauf befand. Er war unbewaffnet.