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Drohnen-Affäre: De Maizière soll früher von Problemen gewusst haben ++ Asylbewerber: Australien schiebt künftig alle Bootsflüchtlinge ab ++ Generationen: Immer mehr Hundertjährige in Deutschland

De Maizière soll früher von Problemen gewusst haben

Im Streit über das gescheiterte Drohnen-Projekt Euro Hawk gibt es neue Hinweise, dass Verteidigungsminister Thomas de Maizière früher als erklärt von den massiven Problemen des Vorhabens wusste. Die Zulassung des Euro Hawk gestalte sich als extrem risikobehaftet und sei derzeit nicht absehbar, heißt es in einer Vorlage für den Minister vom 12. März 2013 für ein Gespräch mit den Haushaltsberichterstattern der Koalition zwei Tage später. Über diesen Vermerk berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Der Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner kritisierte Thomas de Maizière scharf: „Diese schriftliche Vorlage beweist, der Minister hat gelogen.“

Australien schiebt künftig alle Bootsflüchtlinge ab

Australien will alle Bootsflüchtlinge künftig in ein Asylzentrum nach Papua-Neuguinea abschieben. „Von jetzt an werden Asylsuchende, die per Boot in Australien ankommen, keine Chance haben, sich als Flüchtling in Australien niederzulassen“, sagte der neue Premierminister des Landes, Kevin Rudd, am Freitag. „Wenn ihnen der Flüchtlingsstatus zugesprochen wird, werden sie nach Papua-Neuguinea umgesiedelt.“ Dazu wird nach den Worten des Premierministers ein australisches Einwanderungszentrum auf dem Inselstaat im Pazifik von 200 auf 3000 Schlafplätze vergrößert. Der Schritt diene als Abschreckung, hieß es.

Immer mehr Hundertjährige in Deutschland

Die Zahl der Hundertjährigen in Deutschland hat sich von 2000 bis 2010 mehr als verdoppelt. Das ist das Ergebnis der zweiten „Hundertjährigen-Studie“ der Universität Heidelberg. Demnach stieg die Zahl der Personen, die 100 Jahre und älter sind, von etwa 6000auf rund 13.000. Die Untersuchung belege zudem, dass die hochbetagten Frauen und Männer „heute geistig und körperlich fitter sind als die früherer Generationen“, sagte Projektleiterin Daniela Jopp vom Institut für Gerontologie. Heute seien deutlich mehr Hundertjährige in der Lage, noch weitgehend selbstständig zu leben und ihre Angelegenheit allein zu regeln.