Gesundheit

Personalmangel: An der Charité droht ein Warnstreik

An der Charité wollen die Pflegekräfte die Arbeit niederlegen.

Am heutigen Freitag endet die Frist der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di zur Aufnahme von Tarifverhandlungen. Es geht dabei nicht um Lohnsteigerungen, sondern um die personelle Besetzung mit Pflegekräften auf den Stationen des Berliner Universitätsklinikums. Mitarbeiter im Pflegedienst beklagen schlechte Arbeitsbedingungen. Sie hätten nicht genügend Zeit, sich wirklich um die Patienten zu kümmern, so Ver.di. Die Gewerkschaft fordert einen Personalschlüssel von fünf Patienten pro Pflegekraft, derzeit seien es 15 Patienten. Auch der Personalrat des Klinikums kritisiert eine zu hohe Arbeitsbelastung der Mitarbeiter. Bis Ende des Jahres 2012 hätten die Pflegekräfte der Charité 132.000 Überstunden angesammelt. Die Charité nennt die Streikdrohung von Ver.di eine „gewerkschaftspolitische Inszenierung“. Im gesamten vergangenen Jahr hätten die Charité-Mitarbeiter im Pflege- und Funktionsdienst jeweils rund 1,5 Überstunden pro Monat geleistet.