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92.233.720.368.547.800 Dollar

Nach einer Paypal-Überweisung war ein Amerikaner plötzlich Billiardär

Stellen Sie sich vor, Sie öffnen einen Brief mit einer Überweisungsquittung und plötzlich sind Sie der reichste Mann der Welt. Und nicht nur das. Sie sind viel reicher als der bisher reichste Mann der Welt. So vermögend wie sehr wahrscheinlich noch nie ein Mensch zuvor. Genau das ist jetzt Chris Reynolds aus Delaware County im US-Bundesstaat Philadelphia passiert. Der 56-Jährige, der mit seiner Frau eine PR-Firma leitet, öffnete seine Monatsabrechnung des Online-Bezahldienstes Paypal und entdeckte einen Endstand von 92.233.720.368.547.800 Dollar (etwa 70.182.390.269.115.016 Euro). „Am Anfang dachte ich, ich hätte jetzt Billiarden Schulden“, sagte er der Zeitung „Philadelphia Daily News“. Dann aber sah er noch einmal hin, nein, es war ein Guthaben. „Das war wirklich eine große Überraschung.“

Reynolds nutzt nach eigenen Angaben bereits zehn Jahre die Zahlungsmöglichkeit Paypal, um bei der Auktionsplattform Ebay mit Oldtimer-Teilen zu handeln. Der Betrag sei aber selten höher als 100 Dollar im Monat. Sofort nach Erhalt der Abrechnung loggte er sich online bei dem Bezahlportal ein, um seinen Kontostand zu kontrollieren. Dabei machte er sich bereits Gedanken, was er alles mit dem Geld anstellen könnte.

„Ich bin ein verantwortungsvoller Typ. Als Erstes hätte ich die Staatsschulden bezahlt.“ Bei Reynolds Kontostand von 92 Billiarden wäre das vermutlich ein Leichtes gewesen, denn diese betrugen 2012 etwa 16,06 Billionen. Und dann hätte er eventuell noch das Baseballteam aus Philadelphia, die Philies, gekauft. Doch die Freude über das gigantische Vermögen währte nur kurz, Paypal hatte den Fehler bereits korrigiert und Reynolds Konto auf null gesetzt.

Ein Sprecher des Unternehmens wollte den Vorgang laut Zeitungsbericht nicht kommentieren, angeblich aus Datenschutzgründen. Aber Reynolds berichtete, er habe kurz darauf von Paypal ein weiteres Schreiben mit dem neuen Kontostand erhalten. Dennoch sei er in so großzügiger Laune gewesen, dass er 30 Dollar an eine Organisation gespendet habe. Paypal hat Reynolds übrigens zeitgleich erinnert, dass sie von ihm neue Kreditkartendaten brauchten. Das findet Reynolds traurig: „Obwohl ich so 92 Billiarden habe, trauen die mir immer noch nicht.“