Haushalt

Einstein-Stiftung: Wissenschaftler drohen mit Rückzug

Der Kürzungsplan des Senats bei der Einstein-Stiftung hat in den Gremien der Organisation zu großer Besorgnis geführt.

Viele der renommierten Wissenschaftler, die sich ehrenamtlich engagieren, um Spitzenforschung in Berlin zu fördern, denken über einen Rückzug nach. Die Vorsitzende des Stiftungsrates der Einstein-Stiftung, die Jenaer Sozialpsychologin Amélie Mummendey, sagte, sie könne sich nicht vorstellen, dass es bei dieser Entscheidung bleibe und Berlin die jahrelange Aufbauarbeit aufs Spiel setzen wolle. Die Stiftung bestehe aus Individuen, die sich nicht nach Belieben an- oder abschalten ließen. Der Senat hatte in seinem Entwurf für den Haushaltsplan 2014/15 die Zuschüsse für die Einstein-Stiftung von 12,5 Millionen Euro jährlich auf 2,5 Millionen zusammengestrichen. Im Abgeordnetenhaus will die SPD-Fraktion nun versuchen, die Entscheidung zu korrigieren. „Wir haben ein handfestes Problem. Das Geld reicht nicht aus, um bereits bewilligte Programme der Stiftung zu finanzieren“, sagte der SPD-Abgeordnete Lars Oberg der Berliner Morgenpost.