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Gesundheit: Wiedervereinigung bringt Ostdeutschen längeres Leben ++ IRAN: Jüdische Gemeinde kritisiert erstmals Ahmadinedschad

Wiedervereinigung bringt Ostdeutschen längeres Leben

Die Wiedervereinigung hat den Ostdeutschen ein längeres Leben beschert. Der Untersuchung des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock zufolge haben Frauen im Osten nach dem Fall der Mauer im Durchschnitt vier und Männer knapp sechs Jahre an Lebenszeit gewonnen. Ein Grund: die bessere Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einem international anerkannten Modell hatte der Wissenschaftler Tobias Vogt zunächst die heutige Lebenserwartung in einer fortexistierenden DDR ermittelt. Demnach hätten Frauen 2,2 Jahre und Männer nur zehn Monate hinzugewonnen. Die Lebenserwartung stieg seit 1990 tatsächlich aber bei Frauen um 6,3und bei Männern um sieben Jahre.

Jüdische Gemeinde kritisiert erstmals Ahmadinedschad

Die jüdische Gemeinde im Iran hat Präsident Mahmud Ahmadinedschad erstmals wegen dessen Holocaust-Leugnung kritisiert. Der Präsident bestehe immer noch darauf, dass „der Holocaust ein Märchen gewesen ist“, schrieb der Chef der Gemeinde, Harun Jaschaei, in einem Leserbrief an die Zeitung „Schargh“. Ahmadinedschad hatte die Leugnung des Holocausts als eine der Errungenschaften seiner Präsidentschaft bezeichnet. „Wieso überhaupt sollten besonders wir Iraner so ein eindeutiges Verbrechen leugnen oder verharmlosen und damit Faschismus und Rassismus unseren Segen geben“, schrieb Jaschaei in dem Leserbrief, der überraschenderweise von der Reformzeitung „Schargh“ auch so gedruckt wurde.