Tennis

Lisicki ganz im Bilde

Heimkehr des Tennis-Stars liefert Antworten – und wirft eine Frage auf

Am Ende waren viele Fragen beantwortet. Nein, Sabine Lisicki ist nicht (mehr) mit Ex-Schwimmprofi Benjamin Starke zusammen. Und nein, sie ist auch nicht darüber eingeweiht, ob das britische Prinzenpaar Kate und William das erwartete Baby Sabine taufen wird.

Doch eine Frage drängte sich am Ende irgendwie noch auf: War das ein Vorgeschmack auf die zukünftige Tennisberichterstattung im Fernsehen? Da gab Lisicki im Rahmen ihrer Rückkehrzeremonie die erste große Pressekonferenz in Berlin, und ausgerechnet Claus Lufen führte durch die Veranstaltung. Er machte seine Sache gut, denn die anwesenden Journalisten agierten zunächst so zaghaft wie Lisicki beim verlorenen Finale.

Lufen arbeitet seit über 20 Jahren für den WDR, sprich die ARD. Jenen Sender, der vor Lisickis Finale kurzfristig ins Boot springen und Sky die Rechte abkaufen wollte. Das brachte Häme, aber auch eine Debatte darüber, ob das einstige Lieblingskind Tennis bald wieder in den Öffentlichen zu sehen sein wird.

Lufen ist freier Mitarbeiter, er wird darüber kaum entscheiden können. Doch geht es nach Lisicki, würde er sie bald öfter interviewen. „Ich würde mir wünschen, dass Tennis wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wird“, sagte Lisicki. Die Verhandlungen über die Rechte für die nächsten drei Jahre laufen bald an, laut „Bild am Sonntag“ will die ARD den Wimbledon-Zuschlag. Die Antwort auf die letzte Frage könnte also bald geklärt sein.