Sabine Lisicki

Die Siegerin der Herzen

Nach der bitteren Lehrstunde auf dem „heiligen“ Rasen von Wimbledon konnte die Berlinerin Sabine Lisicki ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.

Erst als die sonstige Strahlefrau des deutschen Tennis vom Herzog von Kent den silbernen Trostpreis nach dem 1:6, 4:6 im Finale gegen Marion Bartoli (Frankreich/Nummer 15) entgegennahm, huschte kurz das berühmte „Bine“-Lächeln über Lisickis Gesicht. „Ich war einfach überwältigt von der Situation. Ich bin mir aber sicher, dass ich noch einmal die Chance bekommen werde, diesen Titel zu holen“, sagte Lisicki, die schon während des Spiels gegen die Tränen hatte ankämpfen müssen – und wurde von einem neuerlichen Heulkrampf geschüttelt. Ihr war der Erwartungsdruck in ihrer bislang wichtigsten Partie deutlich anzumerken.