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NSA-Abhörskandal: Snowden beantragt Asyl in Russland

Der flüchtige IT-Spezialist Edward Snowden hat offiziell Asyl in Russland beantragt.

Der von den US-Behörden wegen Spionage per Haftbefehl gesuchte 30-Jährige habe am Sonntagabend um politisches Asyl gebeten, sagte ein russischer Konsularbeamter am Montag am Moskauer Flughafen Scheremetjewo. Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Snowden ein Bleiberecht angeboten, sofern dieser den USA nicht weiter schade.

Die Bundesregierung hatte zuvor mit Befremden auf die mutmaßlichen Ausspähaktionen des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland und der EU reagiert. „Wenn sich bestätigt, dass tatsächlich diplomatische Vertretungen der Europäischen Union und einzelner europäischer Länder ausgespäht worden sind, dann müssen wir ganz klar sagen: Abhören von Freunden, das ist inakzeptabel“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag vor Reportern in Berlin. „Wir sind nicht mehr im Kalten Krieg.“ Auch Bundespräsident Joachim Gauck forderte Aufklärung.