Gewalt

Todesschuss in Mitte: Polizeigewerkschaft verteidigt Beamten

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei hat den Polizeibeamten in Schutz genommen, der am Freitag am Neptunbrunnen einen nackten, mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen hatte.

„Der 31-Jährige war nicht mehr ansprechbar, verletzte sich selbst und brachte auch Unbeteiligte in Gefahr“, sagte Oliver Malchow am Sonntag. In einem Extremfall sei der Einsatz einer Schusswaffe „absolut“ gerechtfertigt. „Für mich war die Situation am Neptunbrunnen ein absoluter Extremfall“, sagte Malchow. Auch laut Staatsanwaltschaft gehen die Ermittlungserkenntnisse „in Richtung Notwehr“, wie Sprecher Martin Steltner am Wochenende sagte. Der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte davor gewarnt, anhand des im Internet kursierenden Videos der Todesszene voreilige Schlüsse über die vermeintlich richtige Handlungsweise der Polizei zu ziehen. Henkel forderte nach dem Vorfall, die Polizei mit Elektroschockpistolen als „milderem Mittel“ auszustatten.